Søren Thygesen
Uden titel II (Ohne Titel II), 2017
CLAY’s park
Foto: Ole Akhøj
Über das Werk
Ziegelstein ist nicht gleich Ziegelstein!
Diese Halbkuppel aus roten Mauerziegeln zeigt, dass Ziegel für mehr verwendet werden kann als nur für traditionelles Hausbauen. Den Keramiker Søren Thygesen fasziniert die Ziegel, und er experimentiert damit wie ein neugieriges Kind.
Bevor sie zu harten Bausteinen werden, sind die Mauerziegel weich und formbar. Es ist schwierig sich vorzustellen, dass ein Material, das als hart und kantig gilt auch so Weich und Rund erscheinen kann. Um genau diese Kontraste geht es beim Betrachten des Werkes.
Das Werk scheint eine Bewegung, eine gewaltige Erweiterung festzufrieren und zu vermitteln. Vielleicht gibt es unter der Erde, das nach draußen gelangen will? Das Bild von einem schwangeren Bauch könnte einem dabei auch einfallen. Auf jeden Fall dreht es sich um eine Art von Bewegung – etwas, das sich nach außen wölbt oder verformt.
Thygesen wollte ein Werk schaffen, das direkt in einem architektonischen Zusammenhang eingehen könnte. Zum Beispiel in ein Mauerwerk oder im Fliesenbelag auf dem Gehweg. Die Idee entstand, als Thygesen mit einem Käsehobel in der einen Hand scharf gewölbte Formen in ein Stück Käse schnitzte, während er mit der anderen Hand einen Eierschneider bediente. Das gab Lust, mit den Formen weiterzuspielen und ein Werk zu schaffen, das uns staunen lässt.
Søren Thygesen
Uden titel II, 2017
Lertøj, kuplens diameter 120 cm
CLAY Keramikmuseums samling
Donation fra A. P. Møller Fonden
SE VÆRKET
Film: CLAY Keramikmuseum og Tommerup Keramiske Værksted, 2017
CLAY’s park
Foto: Ole Akhøj
