Matt Wedel

Flower Tree (Blumenbaum), 2014

Peder Rasmussen im Gespräch über seine Arbeit (Dänisch)
CLAY’s park

Foto: Ole Akhø

Über das Werk

Die Skulptur lässt sich leicht wiedererkennen, zugleich ist es schwierig, sie in den richtigen Kontext einzuordnen.

 

Die wilde Farbkomposition der tropfenden Glasur sieht aus, als wäre sie zufällig auf die organische Form aufgetragen und erstrahlt sogleich Chaos und Großzügigkeit aus. Es scheint, als würde etwas Neues, Großes und Pompöses aus einem früheren Kollaps hervorwachsen.

 

Der amerikanische Keramiker Matt Wedel möchte, dass wir die starren Schubladen aufbrechen können, in die wir Individuen so gerne stecken. Die Skulptur handelt von weit mehr, als wir mit festgefahrenen Kategorien fassen und mit unserer kulturellen Prägung begreifen können. Das Ziel ist, die starren Strukturen in unserem Alltag zu lockern.

 

Der Titel „Flower Tree“ (Blumenbaum) erscheint zunächst leicht verständlich. Die Skulptur erinnert ein wenig an die Form eines Baumes oder einer Blume. Das Werk enthält aber mehrere Bedeutungen, als der Titel zunächst andeutet. Matt Wedel möchte auch das bisher Unbekannte entfalten. Flower Tree kann somit auch einen Neubeginn ankündigen, oder eine Rückkehr zu dem, was bereits vor dem Menschen, vor unserer Gesellschaft und unserer Kultur war. Wedel vergleicht die Skulptur mit dem Baum des Lebens. Für ihn ist sie Ausdruck eines philosophischen Ausbruchs, der jedoch noch nicht stattgefunden hat.

Matt Wedel
Flower Tree, 2014

Stentøj, 107 x 93 x 122 cm
CLAY Keramikmuseums samling

Gave fra Annie & Otto Johs. Detlefs’ Fonde

CLAY’s park

Foto: Ole Akhøj