Marianne Nielsen

Påskelilje (Narzisse), 2017

Peder Rasmussen im Gespräch über seine Arbeit (Dänisch)
CLAY’s park

Foto: Ole Akhøj

Über das Werk

Die Narzisse verbinden wir nicht so sehr mit unserer freien, dänischen Natur. Wir holen die fröhliche gelbe Farbe der gezüchteten Narzissen in die Wohnräume, wo sie den Frühling ankündigen und Ostern willkommen heißen – ähnlich wie Ei, Huhn und Hase. Die Narzisse von Marianne Nielsen sieht aus, als sei sie der Natur zurückgegeben worden, nachdem sie drinnen auf einem Ostertisch gestanden hat. Die große Narzisse wirkt mit ihren nahezu synthetischen Farben artifiziell und erinnert an Pop-Art und Kitsch. Als Miniatur aus Plastik würde sie gut in einem Spielzeugladen, in einem Ü-Ei oder als Dekoration auf dem Ostertisch passen.

 

Die Keramikerin Marianne Nielsen interessiert sich stark für die Blume als Sinnbild. Sie möchte die Aufmerksamkeit auf das Wesen der Blume lenken – und das Wesen der Vase. Die Blume ist figurativ und leicht erkennbar, während die Vase eher fremd wirkt. Die Gesamterfahrung des Werkes ist jedoch, dass es sich um ein klassisches Motiv handelt, nämlich „Blume in Vase“.

 

Nielsen beschäftigt sich mit unserer Erfahrung davon, wie Natur- und Kulturphänomene aufeinandertreffen. Das Motiv „Blume in Vase“ ist weithin bekannt. Daher kann es schwierig sein, dem Blumenmotiv eine eigenständige und neue Bedeutung zu geben. Aber die Narzisse von Marianne Nielsen überrascht mit ihrer ausgeprägten Größe und den leuchtenden Farben inmitten der Natur.

Marianne Nielsen
Påskelilje, 2017

Stentøjsfajance, 190 x 74 x 57 cm
CLAY Keramikmuseums samling

Donation fra A. P. Møller Fonden

SE VÆRKET

Film: CLAY Keramikmuseum og Tommerup Keramiske Værksted, 2017

CLAY’s park

Foto: Ole Akhøj