Magne Furuholmen
Rook takes Bishop, 2017
Kirche Middelfart
Foto: CLAY Keramikmuseum
Über das Werk
Zwei mannshohe Skulpturen, eine in Schwarz und eine in Weiß, begrüßen Sie auf dem Platz vor der Sct. Nikolaikirche in Middelfart. Es handelt sich um das Werk Rook Takes Bishop des norwegischen Künstlers Magne Furuholmen (geb. 1962).
Der Titel bedeutet „Turm schlägt Läufer“ und der karierte Boden und die schwarzen und weißen Figuren ahmen Elemente eines Schachspiels nach. Vereinfacht gesagt, können wir auch von Gut und Böse sprechen, die sich hier in Form von Schachposition gegenüberstehen. Führen sie einen Dialog oder stehen sie in Konfrontation zueinander? Die Skulpturen interagieren miteinander – und vielleicht bedingen sie sich sogar gegenseitig. Mit ihrem Standort vor der Kirche wecken die Figuren auch Assoziationen an Themen wie Licht und Dunkelheit, Leben und Tod oder das historische Machtgleichgewicht zwischen Geistlichem und Weltlichem.
Furuholmen lässt sich gerne von Grafikdesign, Print und Schrift inspirieren. So sind seine Werke oftmals von Worten und Zeichen geprägt – unabhängig davon, ob er sich in Form von Malerei oder Keramik ausdrückt. In Rook Takes Bishop spielt die Sprache sowohl inhaltliche als auch visuell eine Rolle. Die aufgedruckten Textfragmente und Buchstaben verbinden die Skulpturen mit einem poetischen Universum, das der Symbolik des Werks weitere Dimensionen verleiht.
Furuholmen betont, dass er hofft, dass Rook Takes Bishop von den Betrachtenden auch berührt wird, damit dieses kontrastreiche Werk auch zu einer taktilen Erfahrung wird.
Magne Furuholmen ist übrigens auch als Songschreiber und Keyboarder der berühmten Popgruppe A-ha bekannt. Heute zählt er aber auch zu den anerkanntesten bildenden Künstlern Norwegens. Er ist insbesondere für seine überdimensionalen Keramikskulpturen bekannt.
Magne Furuholmen
Rook Takes Bishop, 2017
Stentøj, råbrændt, 197 x ø 45 cm
CLAY Keramikmuseums samling
Donation fra A. P. Møller Fonden
Film: CLAY Keramikmuseum og Tommerup Keramiske Værksted 2017
Kirche Middelfart
Foto: CLAY Keramikmuseum
